Lotta C’s Weblog











{September 5, 2008}   Myspace Brieffreundschaften

Immer wieder bekomme ich z.B. bei myspace Anfragen von Rap-Kollegen (seltener von Rap-Kolleginnen), deren Profil ich immer besuche, bevor ich die Freundschaft annehme oder ablehne. Für das ablehnen gibt es bei mir zwei Kriterien: die zweite Seite der Freundschaftslisten und der Player, in dem die eigene Musik vorgestellt wird. Ganz oft befinden sich auf der ersten Seite noch die wirklichen “Freunde” bzw. befreundete Gruppen, Bands und andere Rapper. auf der zweitenm kommen dann die Trophäen – lauter Striptease und Pin-up-Bilder von Frauen, die sich halbnackt der Kamera anbieten. Und in diese Trophäensammlung will ich nicht, klick – abgelehnt.

Dann höre ich mir die Musik der Band oder des Rappers an. Meistens machen sie es mir leicht und haben schon nach etwa 1 Minute das erste “lutsch meinen Schwanz”, “bitch”, “Schlampe”, “ich ficke dich” oder was auch immer gerappt. Klick – abgelehnt. Warum sollte ich mir Leute in meine Freundesliste holen, die das über Frauen rappen? Ich gehe ja auch nicht mit Kannibalen in ein FKK-Diätcamp.

Manchmal, wenn ich denke, da ist noch irgendwo Potential, weil die Person gerade erst ihre ersten Rap-Schritte macht oder noch sehr jung ist, erwischt mich der pädagogische Funke und ich schreibe einen Kommentar oder eine Nachricht zum Thema. Im folgenden dokumentiere ich einen solchen Nachrichtenwechsel mit einem Rapper, der mir zur Abwechslung geantwortet hat  – zumindest zweimal ;-)

Begonnen hat alle mit Tikillyas Myspace-Seite (http://www.myspace.com/tikillyamc) und seinen beiden Tracks “Bautzen geht ab” (empfehle hier besonders die Minuten 0:40 – 0:57) und “Diss deine Ex 2007″.  Daruafhin sah ich mich einfach genötgit einen Kommentar abzugeben, der so ungefähr in die Richtung lief, dass ich seine Texte, seinen Flow und seine Beats einfach großartig finde. Die beste Idee, die er gehabt hätte, sei es jedoch gewesen, ausgerechnet mich als Freund anzufragen – bei den Inhalten geradezu naheliegend. (Hab den Kommentar leider nicht mehr und er hat ihn gelöscht hihi).

Jedenfalls kam seine Antwort – und das fand ich schon mal cool:

—————– Original Nachricht —————–
Von: ..Tikillya..
Datum: 11 Aug 2008, 09:16

Ich danke dir für deine völlig unvoreingenommene meinung und deinen so ehrlichen und kritischen kommentar es gibt doch nichts bessers als jemanden der musik und gerade die rap musik tot ernst nimmt …

ps: nicht so schnell vorurteile bilden und in eine schublade stecken passt besser zu den ausagen in deinen texten


—————– Original Nachricht —————–
Von: ..lotta continua..
Datum: 14 Aug 2008, 12:23

Wieso sollte meine Meinung unvoreingenommen sein? Ich bewerte was ich höre. Und da sind deine Texte nunmal keine Musik in meinen Ohren. Was hätte ich sonst bewerten sollen? Deine Intention? Deine Hintergedanken? Deine ansonsten korrekte Einstellung? Deine Freundin, die sich nicht sexistisch behandelt fühlt? Wenn das ein Witz sein soll und du die Rap-Szene verarschen willst: tut mir leid, das ist schief gegangen. Und außerdem: warum soll ich mir Beschimpfungen über Frauen aus Spaß anhören? Wo ist der Unterscheid ob du bitch rappst und es so meinst oder ob du bitch rappst und es nicht so meinst. Es ist immer gleich beleidigend. Das bitch aus Spaß rappen ist sogar noch beschissener, weil man sich dagegen nicht wehren kann ohne als spaßbremsende Emanze dazustehen.
Und ich gehe ja auch nicht zu Afrob und sage: “Ey Nigger, he he, war nur nen Witz. Nimm das doch nicht ernst.”
Wieso ihr männlichen Rapper immer meint, wir Frauen müssten dieses ewige Gehate gegen uns lustig finden, nicht ernst nehmen, selbstbewusst drüber stehen, … Rassismus ist out im Rap. Aber Frauenfeindlichkeit nicht. Schon mal überlegt, dass auch ich nichts für mein Geschlecht kann und es mir zu den Ohren rauskommt von irgendwelchen Männern beleidigt zu werden, die dann hinterher einfach sagen: “fühl dich nicht angesprochen” oder “versteh mich doch nicht so falsch”? Wie soll man denn diese gewaltverherrlichenden Sexphantasien dann verstehen?
Wenn du nicht ernst genommen werden willst, dann verarsch doch die BlinBling-Szene mit ihrem Ghetto- und Gangster-Getue. Verarsch ihr Männerbild. Lasst doch uns Frauen mal aus dem Spiel, wenn ihr eure Hahnenkämpfe austragt. Macht es zumindest so, dass ich nicht beleidigt sein muss.
An deiner Antwort kann man ja lesen, dass du dir sehr wohl bewusst bist, was du tust und dass du kein idiotischer Kleinstadtrapper bist. Aber dann verstehe ich deine Intention nicht. Ich nehme Rap sehr, sehr ernst. Besonders die beleidgenden Stellen. Ich habe keine Lust mehr mir das anzuhören. Und Vorurteile wären es, wenn ich nicht beweisen könnte, dass du frauenbeleidigende Stellen in deinen Texten hast. Kann ich aber. In die Schublade hast du dich selbst gesteckt. Tut mir leid.

Lotta
(die keine Gedanken lesen kann)

—————– Original Nachricht —————–
Von: ..Tikillya..
Datum: später

so vorab erstmal geb ich dir in deinen punkten vollkommen recht nur versteh ich dann eins nicht die ganze emanzipationsbewegung kämpft seit ihrer entstehung für die gleichberechtigung der frau zum mann nur finde ich das diese gleichberechtigung überall gleichermasen vertreten sein soll und wem man(n) ein liebes lied über eine frau oder frauen allgemein schreibt sing bzw rappt ist das ok aber sobald die frau in der musik/rap szene gleich behandelt wird also auch gedisst wird oder negativ in ein fiktiv szenario eingebracht wird heist es gleich frauenfeind buhhh macho usw…. ich mein männer untereinander sind doch genauso im umgang warum ist es dann falsch wen mann genauso zur frau ist ich mein klar ist es keine art und weis und beiweiten etwas niveaulos aber es ist eine gleichbehandlung frauen dürfen doch von einer gleichbehandlung nicht nur die zuckerseite sich einfordern ist möglich das dieses denken vielleicht falsch ist und ich lass mich da auch gern von was anderen überzeugen aber gleich heist bei mir nun mal gleich in allen punkten

ps: will dich als frau damit in keinsterweis angreifen im falle etwas falsch aufgefasst wird ..

Auch meine Antwort habe ich leider nicht mehr im Original vorliegen. Es liegt aber auf der Hand, dass ich das Argument, wir Frauen wollten doch emanzipiert sein und müssten daher auch Beleidigungen hinnehmen, so nicht akzeptieren kann. Ich stehe dafür ein, dass man alle Menschen mit Respekt behandelt und unter Gleichberechtigung verstehe ich nicht gegenüber Männern und Frauen gleichermaßen sexuelle Gewalt(phantasien) auszutoben. Zumal mir da kaum eine bekannt ist, die sich gegen Männer richtet, wenn diese nicht schwul sind. Aber dann spricht man ihnen ja auch die Männlichkeit ab und bezeichnet sie als Mädchen. Die Gewalt(phantasie) richtet sich also eigentlich nicht mehr gegen einen Mann, sondern gegen einen weiblichen Mann, quasi eine Frau.

Ich suche schon seit Ewigkeiten ein gleichwertiges Schimpfwort zu “Hure” oder Bitch”, “Schlampe” oder (und das vor allem) “Fotze”. Ich finde keines, das Männer auch ncur ansatzweise so beleidigt. Schwänzschen vielleicht. Aber jetzt vergleicht das bitte mal mit “Fotze”. Irgendwie albern oder?  Warum finde ich kein anderes, besseres? Weil das gesellschaftliche Unterdrückungsverhältnis das nicht hergibt. Männer werden nunmal nicht durch sexuelle Gewalt(phantasien) unterdrückt. Eventuell wenn sie eine homosexuell sind, aber wenn sie damit hinterm Berg halten, werden auch Schwule zum “starken” Geschlecht gezählt und werden nicht mehr Opfer einer sexuellen Diskriminierung. Währenddessen bleibt eine Frau immer eine Frau und ist aufgrund ihres Körpers, ihres Aussehens und ihrer Sexualität immer wieder Opfer sexueller Gewalt(phantasien) und Beleidigungen (ich will die mal extra benennen, weil es in Raptexten vielfach um diese Beleidigungen geht und die von vielen männlichen Rappern nicht als Gewalt anerkannt werden – auch wenn ich sie darunter einordnen würde).

Gleichberechtigung ist für mich nicht, dass ich genauso scheiße behandelt werde wie Männer. Und erst recht dann nicht, wenn die Männer gar nicht so behandelt werden, wie man es vorgibt. Ich wäre gespannt auf einen Raptext, in dem es heißt: “Schwanzlutscher, du hörst mich rappen und wirst sofort steif. Ruf mich an, du bist das, was ich heut nacht bräucht. Ja kau meinen Stengel, mach ihn hart. Du bist so sexy, du bist so smart. Von vorne von hinten und in den Mund…”



Leute, ich habe da was Neues entdeckt. Gestern auf TRL, dieser Sendung auf MTV. Erst dachte ich, ich habe ne Clearasil-Werbung vor mir, doch nachdem ich den Ton wieder eingeschaltet hatte, offenbarte sich mir schnell, dass ich keinen Clip zur Rettung jugendlicher Haut vor mir hatte, sondern ein neues Musikvideo aus dem Genre Gangster-Rap. Also so eines, das von vielen als einzig existierende Form des Hip Hops anerkannt wird und in dem gefährlich aussehende Männer vor Hochhäusern ihre Muskeln in die Kamera halten, bissige Hunde durchs Bild laufen und Frauen im Bikini sich auf Autos aalen. Damit ihr wisst worüber ich spreche, schaut’s euch erstmal an, dann können wir gemeinsam lästern:

http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=39640925

(Wenn der Link down ist sucht nach Kollegah mit „Big Boss”).

Bereits hinter dem Namen vermutet ich etwas, über das ich mich köstlich würde amüsieren können. Und ich hatte verdammt nochmal Recht!

Er wird euch sicher auch gleich aufgefallen sein: der glattgesichtige Junge, der mal im Bade-, dann im Pelzmantel den Mittelpunkt des Videos darstellt. Felix Antoine Blume (nomen est omen), wie Kollegah eigentlich heißt, nennt seinen Rapstil selbst Zuhälter-Rap und jemand, der seinen Musikstil so betitelt, schreit doch danach, kräftig durch den Kakao gezogen zu werden. Eingesperrt im Körper eines 14jährigen schiebt Kollegah seinen Babyspeck durchs Video und macht einen auf dicke Hose. Und die dicke Hose wird ihm zur Stolperfalle. Begleitet wird T.O.N.I., wie er sich als Rapper früher nannte, von seinen beiden Schwestern (Mandy und Sandy?)*, die sich nicht zu schade sind, sich am Leihwagen von Europcar zu reiben oder im Wintergarten bei Felix zuhause mit dem Popo zu wackeln. Dort schiebt sich dann auch bei Minute 2,36 eine etwas älter aussehende Frau ins Bild, die sich an ihrem Rotweinglas festhält. Vermutlich Felix’ Mutter. Die wird ihn dann in den Szenen mit dem Auto wohl auch fahren, schätze ich, denn Felix darf nur auf die Rückbank des neuen Autos. Wahrscheinlich hat er noch keinen Führerschein. Da ist er dann auch ganz peacig drauf und kuschelt mit seinen Schwestern, die doch sonst eher anschnauzt mit den Worten: „Yeah, ey geh bei Seite du Schlampe” oder “Du billige Bitch, ich kille dich“.

Schon genau hingesehen? Im Video – ungefähr bei 1 Minute und 10 Sekunden stellt ihm seine zuvorkommende Nanny ein Glas Milch auf den Tisch, damit der Junge groß und stark wird. Wie niedlich auch, dass Kolle, wie ihn einige seiner Fans liebevoll nennen, sein Video mit der Melodie einer Spieluhr enden lässt. Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht soweit…

Was soll eigentlich das Schild „Selfmade” auf dem Nummernschild des BMW bedeuten? Dass er den Aufkleber, der das Nummernschild mit dem unübersehbaren Europcar-Scanncode drauf verdecken soll, selbst geschrieben hat?** Kolle hat sogar ne Umweltplakette. Also doch Europcar?

Was mir auch gut gefällt ist die Stelle an der er was von „regulier die Szene” rappt und dabei so mit seinem Jacket wedelt. Wahrscheinlich reguliert er hier seinen Achselschweiß. Die Pubertät ist ja auch die Zeit, in der junge Menschen das erste Mal entdecken, dass sie ein Deodorant benutzen müssen (zugegeben, manche sind da lernresistent). Scheint mir, als ob unser lieber Felix das noch nicht so gecheckt hätte, denn man sieht gleich in mehreren Szenen, dass sich seine Mädels ohne ihn eindeutig besser amüsieren als mit ihm. Bei ihm tanzen sie nur mit verkniffenen Gesichtsausdrücken im Zimmer rum, aber wenn er mal nicht da ist – uiuiui, da lassen die beiden dann so richtig die Sau raus, mit Schampusdusche und allem drum und dran. Wahrscheinlich ist einer, der sich die ganze Zeit so affig benimmt wie Felix einfach ein Spielverderber.

Ein Langweiler ist er definitiv, denn über sich selbst sagt er in einem Interview mit laut.de: „Geld machen und ausgeben, großartige andere Interessen hab’ ich eigentlich nicht.“. Hallo, Felix, so was erzählt man doch nicht überall rum. Das zeugt von Charakterschwäche.

Ich bin mir sicher, dass einer der mit seinem „Stiernacken” Eindruck zu schinden versucht, prollt, dass er Pelze „ausgestorbener” Tierrassen trägt und über niedliche Leoparden drüberstapft einfach auch kein geeigneter Zeitgenosse für die wirklich schönen Stunden des Lebens ist. Einen Stiernacken bekommt man übrigens auch von Diphterie oder als Nebenwirkung von schlecht dosierten Cortisontherapien. Die würde auch das aufgeschwollene Gesicht erklären… Es gibt sogar Menschen, die behaupten Ursache für einen Stiernacken sei eine Darmerkrankung. „Durch den Platzbedarf des Darmes werden die übrigen Bauch und Brustorgane nach oben gedrückt, wodurch es zum Rundnacken oder sogar Stiernacken kommen kann mit orthopädischen Problemen für die Halswirbelsäule und damit aber auch für die Blutversorgung des Gehirnes und der Arme” (http://darmerkrankungen.blogspot.com). Hab ich das richtig mitgeschnitten: Probleme mit der Blutversorgung des Gehirns?? Ah ja…

Apropos Blut: spontan eingefallen ist mir eine Blutsverwandschaft zwischen Felix und Fler, dem Türöffner der deutschen Arier-Rap-Szene und auf der Suche nach einem genetischen Beweis wurde ich in Felix’ Textfundus auch schnell fündig: „ Pussyniggas laufen, denn die Killa meiner Gang zersieben deinen Body mit ner stählernen Magnum”.

Ich habe nach Pussyniggas gegoogelt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass Felix wirklich offen damit droht, dass er bewaffnete Killer losschicken will, die weibliche Schwarze erschießen sollen. Ich weiß, Lil Jon sieht meine Auslegung des Begriffs anders. Er definiert ihn einfach um. Aber wenn ich mich auf die Straße stelle und meinen dunkelhäutigen Nachbarn frage, ob es okay wäre, wenn ich ab jetzt zu ihm Nigga sage, weil ich das gar nicht mehr böse meine und der Begriff sich sprachlich nunmal verändert habe und dabei so cool nach Hip Hop klingt … der würde mir was husten! Und unter einer Pussy versteh ich ein Schimpfwort für Frauen, vermeintliche Schwule oder einen Kosename für Katzen.

Auch Felix Antoines Albumtitel „Alphagene” erinnert an sozialdarwinistische Theorien und trägt nicht dazu bei, dass er bei mir Sympathiepunkte sammelt. Ich höre schon den einen oder anderen Kommentar: „Aber der ist selbst Ausländer und kennt das harte Leben blablabla. Er war schon im Knast und sein Vater hat ihn verlassen blablabla, als er noch ganz klein war blablabla”. Also die Standardausrede für jeden „harten Jungen”, der, weil er selbst so verletzt ist, um sich schlägt, uns mit seiner dreckigen Fantasie zumüllt und andere, die er als „anders” empfindet, beleidigt. Und das entschuldigt dann wohl Felix beschissene Texte. Im Knast war der übrigens wegen Dealen. Kann man sich bei dem Doppelgänger vom DSDS-Gewinner Alexander gar nicht vorstellen. Klingt komisch, ist aber so.

Doch ich will hier nicht die ganze Zeit nur auf Kolle rumhacken. Spätestens wenn er eigene Kinder hat wird ihm, so wie Sido oder Max Herre, auffallen, wie peinlich es ist seinem Sohn / seiner Tochter Sätze wie diesen erklären zu müssen: „Mutterficker, ich zerficke deine Mutter, ficke deine Mutterfickergang und gebe keinen Fick auf deine Mutter denn ich bin der Mutterfickerking und ficke Mütter wann ich will und wann es mir passt”. Wie war das Papi?!?

Auch Kolles Fans begeistern mit ihrem unglaublich eingeschränkten Horizont. Die stehen nicht nur auf Felix’ Zuhältertape Vol. 1 (2004) sondern auch auf seine Doubletimeparts (das sind die sehr schnell gerappten Textpassagen), auch wenn Nils findet „diese schnellen raps da kommen komisch”. Das liegt daran, Nils, dass Kolle beim Aufnehmen nach jeder Zeile geschnitten hat weil er zwischendurch immer wieder einen Schluck von seiner Milch nehmen musste. Wer so dicke Zigarren raucht muss sich ja auch nicht beschweren, wenn ihm (hoffentlich öfter) die Luft wegbleibt.

Für Flipor ist sein Kolle allerdings der „Lyricking im deutschen Hip Hop“. Er sei außerdem „so funny und hat einfach geile Ideen…“. So wie diese hier: „Ey erklär mir mal bitte, was sind das hier für Zeiten für Rap? Keinerlei Action und sogar Vertreter des weiblichen Geschlechts werden zum Freestyler, das seh ich nicht gerne, denn die Weiber gehör’n in die Nähe von Herden wie Viehtreiber“. Wirklich funny und mal ne ganz neue Idee. Sagt auch meine Oma…

Einigen geht Kollegah nicht mal weit genug. So zum Beispiel David, der bemerkt, dass Kolle raptechnisch ganz gut sei, aber leider kein Gangster. Junge, hörst du nicht zu? Der will dein Zuhälter sein und kein Gangster.

Mighty Mo findet Kolle als Rapper schlecht und meint, der „Tüp“sei ohnehin schwul” – also die gemeinste Beleidigung, die es unter Rappern gibt. Und für die schlechte Wirtschaftslage, Hunger, Armut, Krieg und Hartz IV ist auch nur einer verantwortlich: Kolle, denn: „Wenn die deutsche Jugend sowas geil findet, dann is es kein wunder, dass es bergab geht, mit uns!“. Amen.

Auch K.I.Z., die ja sogar bis in die linke Szene Fans finden, sind von Kolle begeistert und machten einen gemeinsamen Track mit ihm. Weil K.I.Z. an Kids erinnert und sie dachten Felix passe da gut rein? Oder weil sie gemeinsame Sexphantasien hegen und sich das mal von der Seele reden wollten? Wer starke Nerven hat hier der Text zum Abgewöhnen:

http://www.magistrix.de/lyrics/Kollegah/Legenden-Feat.-K.I.Z.-235709.html

Meiner Meinung nach auch der Beweis, dass K.I.Z. Absolut indiskutabel sind in einer linken Szene Hörer/innen zu finden.

Am treffendsten ist aber definitiv der Kommentar über Kollegah von Slang: „Wie mei Kässfüß…” – und auch wenn ich die nicht kenne (und nicht kennen will): er hat bestimmt Recht.

Anmerkungen:

* Ach ja, ich habe nichts gegen tanzende Frauen. Und wenn die der Meinung sind, dass sie dabei nichts anhaben wollen, dann ist mir das grundsätzlich auch bums. Aber warum ziehen die sich immer für so Spinner aus? Warum geben die ihre Körper her, ohne namentlich im Video erwähnt zu werden? Warum tanzen sie um jemanden herum, der sie und andere Frauen als Nutte, Bitch oder Schlampe bezeichnet und sie an den Herd stellen will? Da müssten doch mehr Prinzipien vorhanden sein! Für so jemanden kann man sich als Frau doch für alles Geld der Welt nicht hergeben! Dem gehört doch für sein Machogehabe kräftig eins auf die Nase geschlagen! Um den tanzt man doch nicht herum, als wenn er der Stammesvater wäre. Mädels, denkt doch mal nach!

** Ich habe auch nichts gegen Babyspeck. Kann ja ganz niedlich sein. An Babys zum Beispiel. Aber wenn man sich als Zuhälter ausgibt und dann aussieht als wäre mann gerade den Windeln entstiegen muss man doch mit Lachern rechnen.

*** Ich lese im Internet immer wieder, dass auch Kritiker des Mainzers Felix Blume anerkennen müssten, dass er „was Reimkonstruktion, Technik und Tempo” angeht, erstklassig sei. Und genau darauf scheiße ich: das ist wie Hitler gut finden, weil er die Autobahn gebaut hat oder wie eine Pro-Ana-Forum zu loben, weil die Kids sich mal für andere einsetzen

Rap besteht doch nicht nur aus ner guten Technik – die hatten andere schon vorher. Der Inhalt entscheidet doch ganz entscheidend mit. Warum sonst rappen wir nicht einfach „nananana”? Aber das an einer anderen Stelle...

*Kollegah im Interview mit laut.de

** Ja, ja…das ist der Name seines Labels. Ich weiß… Das, wo man alles selbst machen muss…


{Mai 29, 2008}   Das Frauenbild im Hip Hop

Wenn ich gefragt werde, ob es schwer ist, als Rapperin anerkannt zu werden, muss ich zunächst sagen: ja, es ist schwer als Rapperin ernst genommen zu werden. Nach einer gedanklichen Pause würde ich dann sagen, dass es aber auch schwer ist als männlicher Rapper ernst genommen zu werden - gerade, wenn man sich nicht an die bereits erwähnten Regeln hält – und schließlich und endlich würde ich sagen, dass es auch etwas auf die Szene ankommt, in der man sich als Rapper/in versucht.

Als Frau hat man es in dieser Gesellschaft immer schwerer, in einem von Männern dominierten Bereich akzeptiert zu werden und sich durchzusetzen – da ist HipHop nicht die seltene Ausnahme oder ein Randphänomen, sondern reflektiert die Gesellschaft in der er entsteht. Also alles was nicht Kindergarten oder Krankenhaus ist, ist für Frauen erst einmal schwieriger zu erobern als für Männer. Im HipHop tritt das vielleicht deutlicher zu Tage, weil er einen Teil seiner Wurzeln in Bereichen hat, die stark mit einem traditionellen Frauen- und Männerverständnis verbunden sind und zum anderen, weil sich HipHop ein bestimmtes Image zugelegt hat, dass eher so genannte typisch männliche Verhaltensweisen fordert und produziert. Ich denke da zum Beispiel an die Beschimpfungen, die Raptexte vielfach enthalten, Battle-Texte, Representing, dieses „Ich bin besser, größer, stärker, … und ich mach dich platt“-Getue, die Betonung der eigenen Person gegenüber allen oder vielen anderen. Das sind alles sehr extrovertierte Verhaltensweisen und Gefühlsausdrücke, wie sie in unserer Gesellschaft Frauen seltener an den Tag legen dürfen. Das ist eine Frage der Erziehung und ändert sich vielleicht auch gerade deswegen in bestimmten Schichten und unter anderen Umständen.

Das heißt aber auch, dass es durchaus Menschen innerhalb der HipHop-Szene gibt, die in ihrem Umgang keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen machen, sondern schlicht zwischen nett und bescheuert, die auf den Inhalt Texte mehr achten als auf das Geschlecht. Das sind auch Leute, die mir eine Chance gegeben haben, Rapper, die mehr zu sagen haben als „Ich bin der Größte in Deutschland“. Und die sind mir sympathisch, mit denen will ich Musik machen und meine Zeit verbringen. Die sind für mich das, was HipHop ausmachen sollte. Und Sido, Bushido und wie sie alle heißen interessieren mich keinen Deut. Ich habe keine Ahnung was die machen, wer gerade wen featured oder nicht mehr lieb hat. Das ist nicht HipHop, das ist eine Modeerscheinung. Und die Kids lieben es, weil sie sich vorstellen wollen, sie selber wären der harte Kerl mit der Maske und dem Viva-Comet, statt einem arbeitslosen, pickeligen Teenager mit unterdurchschnittlichem Zeugnis, maulenden Eltern und keiner Freundin.

Texte rauszubringen, Musik zu veröffentlichen ist für mich als Frau eigentlich nicht schwieriger als wenn ich ein Typ wäre, denke ich. Aber auch das liegt an der HipHop-Szene, in der ich mich bewege. Es ist für alle schwer sich vom Alltag loszureißen, Texte zu schreiben, was Neues zu bringen und den Mut zu haben, sie allen anderen zum Zerreißen vorzulegen. Das ist etwas womit man immer rechnen muss, wenn man so in die Öffentlichkeit tritt: dass alle dich scheiße finden und das auch sagen. Mit solcher Kritik umzugehen ist schwer.

Und sonst habe ich eigentlich eher das Gefühl, dass es durchaus Menschen gibt, die sich mal schützend vor oder hinter mich stellen, mich unterstützen und mir Mut machen weiter Texte zu schreiben und zu rappen, gerade weil ich eine Frau bin und sie es gut fänden, würden mehr Frauen in die Szene vordringen. Frauen, die sich nicht gerade dem Image des harten Deutschland-Rappers anpassen, sondern ihren eigenen Stil und Charakter einbringen. Frauen, die nicht jeden Blödsinn der ach so harten Rapper mitmachen, sondern einfach sie selbst bleiben und genau darüber rappen und schreiben. Von solchen Künstlerinnen gibt es nur wenige im HipHop und noch weniger sind bekannt geworden, wie zum Beispiel Cora E. oder Fiva MC. Auch wenn um die weniger Wirbel gemacht wird, als um die Neue-Deutsche-Welle-Rapper.

Das Frauenbild, wie Hip Hop es zeichnet, kritisiere ich natürlich, so wie viele andere Bilder, die Medien über Frauen entwerfen auch kritisiere. Ich denke, dass sehr viele Rapper ein Image konstruieren, dass sie eigentlich nicht wirklich erfüllen – so cool sind die nicht. Da wird „Motherfucker“, „fucking-“ und „zerficken“ zur Worthülse, deren Bedeutung kaum noch wichtig ist. Aber ein Raptext ohne, ist eben kein richtiger Rap-Text.

Ich finde, man kann im HipHop-Frauenbild zwei Nuancen unterscheiden. Das eine ist das der Frauen als Sexsymbole und Statusfiguren, das andere ist dass der Schlampen und minderwertigen Wesen.

Übersetzt man ein paar Rap-Texte und deutet ihre Symbolik, wird hier oft sexuelle Gewalt oder allgemein eine sexuelle Handlung angedroht, um Macht auszuüben, zu bestrafen, Hierarchien klarzustellen. Trotzdem will das fast niemand so sehen. Das seien bloß Worte, ohne wirklich ernste Bedeutung, ist die häufigste Ausrede. Damit spiegeln aber auch sie die Gesellschaft wieder, in der wir leben und in der sexualisierte Gewalt zum Alltag gehört. Nur versteckter als in den offenen Worten der Rapper. Und genauso wie im Rap herrscht auch in anderen gesellschaftlichen Teilbereichen die Ansicht, was man tue und was man sage sei nicht wirklich tragisch, solange es vorrangig einem Image diene oder alle angeblich wüssten, dass solche Aussagen eigentlich verallgemeinernd, damit falsch oder schlicht inakzeptabel sind. Und dann kann man im Radio ruhig Frauen als Huren beschimpfen, denn es wissen ja eigentlich alle, dass Frauen im allgemeinen keine Huren sind, bis auf die die sich wie eine benehmen und sich wie eine anziehen und die es gar nicht anders verdient haben und sowieso… Mich nervt das, denn ich fühle mich bedroht von Menschen, die mich aufgrund meines Geschlechts angreifen, mich auf meinen Körper reduzieren und dann auch noch auf mich herabsehen. Ich bin sauer, wenn ich Texte von Rappern höre, die über den ihnen angetanen Rassismus schimpfen oder die Gesellschaft verurteilen, weil sie nur getreten werden und als Antwort fällt ihnen dann auch nur ein wieder nur ein nach unten zu treten oder sich jemanden auszusuchen auf dem wiederum sie rumtrampeln können. Und dabei kann ich mein Geschlecht genauso wenig ändern wie sie ihre Hautfarbe oder ihre Herkunft.

Sexualität wird zum einen als Schwachstelle empfunden, zum Beispiel wenn es um die Beschimpfung von Homosexuellen geht, zum anderen dient geschlechterspezifische Gewalt als Mittel, um der eigenen Ohnmacht zu entgehen, sich stärker zu fühlen und endlich eine Position in der Gesellschaft einzunehmen – und sei es nur die knapp über der eben beschimpften „Hure“. Dazu zeichnen Raptexte von heute überwiegend das Bild des starken, potenten Mannes, der mit seinem Penis als Waffe die „Heiligen“ von den „Huren“ trennt (die einen verschont er, die anderen bestraft er durch Gewaltanwendung in Form von sexuellen Handlungen). Und weil Sexualität trotz aller Aufklärung immer noch etwas Anrüchiges an sich hat, zieht es die kleinen Jungs in den Bann, die auch gerne alle „zerficken“ würden, die sie ärgern.

Vielleicht versteht man das Frauenbild des HipHop besser, wenn man sich seine Entstehungsgeschichte ansieht: wenn die Wurzeln des Rap in einer Zeit und in einer gesellschaftlichen Schicht liegen (und da ist es glaube ich egal, ob man Amerika oder Europa nimmt), in der Frauen eine stark untergeordnete Rolle spielten, den Haushalt führen mussten oder es für sie unangebracht erschien, auf der Straße rumzuhängen, wenn es eher zornige Männer mit Migrationshintergrund waren, die Rap zuerst benutzten, dann ist vielleicht auch klar, warum auf die Betonung der Männlichkeit ein so starker Akzent gesetzt wird. War die Gesellschaft nur mit Härte zu überleben, dann sollte sie diese bekommen. Alles, was weich, emotional oder anders ist wurde und wird dem schwachen, weiblichen Geschlecht zugeordnet. Um die eigene Ohnmacht und Unsicherheit zu besiegen, greift man zu traditionellen Rollenbildern, Werten und Regeln, hält daran fest und verschafft sich so Sicherheit, macht sich stärker, da man zumindest in der Unterschicht nicht auf der untersten Hierarchiestufe steht.

Die andere Seite des Frauenbildes ist die der akzeptierten Frauen, die in ihrer untergeordneten Position zwar nicht mit sexueller Bestrafung zu rechnen haben, aber an denen auch nur wenig mehr interessant ist als ihr Körper und wie sie damit den Mann um den Verstand bringen. Das bringt man(n) in Texten und in Videos. Das Schlimmste, was ich da in Erinnerung habe ist „Candy-Shop“ von 50 Cent. Wenn der Typ sich in meinen Augen nicht gleichzeitig so lächerlich machen würde, hätte ich mich echt nur übergeben können bei dieser Selbstdarstellung: alle Frauen fahren auf ihn ab und er ist eigentlich Mr. Sex persönlich. Ich denke ja, dass er da eine Männerphantasie auslebt und viele Frauen das schon als so normal erleben, dass sie sich nicht einmal mehr aufregen. Viele haben aber leider auch nicht mehr das Bedürfnis danach…

Hannes Loh, Buchautor und Anarchist Academy Mitglied, hat vor Kurzem zu mir gesagt, dass er es erschreckend findet, wie viele Frauen diese sexistische Musik hören und sich auch von entsprechenden Textpassagen nicht abschrecken lassen. Auf seine Nachfrage hin erklärten sie, dass ja nicht sie gemeint sein mit den unflätigen Beschimpfungen, sondern “die anderen“. Interessant ist also die Möglichkeit die eigene Position dadurch definieren zu können, dass man sich einem, im Raptext dargestellten Bild zuordnet oder eben nicht. Darum ist Rap auch so anziehend für Jugendliche, die in bestimmten Entwicklungsphasen diese Rollenmodelle von Außen zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung dankbar annehmen.

Wirklich bedauernswert finde ich, dass junge Frauen wieder so sehr zurückgedrängt werden auf eine Position, in der immer noch oder wieder nur ihr Äußeres zählt und jede andere Fähigkeit um ein Vielfaches überragen muss, um Anerkennung zu finden. Attraktiv und doch keusch muss sie sein, die Superfrau im Raptext – und das bietet unter Umständen mehr Identifikationspotential als die ganze restliche Gesellschaft zusammen aufbieten kann. Und für Frauen, die ja nicht nur im Rap mit diesen Frauenbildern konfrontiert sind, bieten sich so wenig Möglichkeiten anderen Rollenbildern nachzueifern oder eigene zu entwickeln.

Ein immer wieder strapaziertes Frauen- und Männerbild, dass sich qualitativ nicht ändert, sondern nur seine Erscheinungsformen wechselt, beeinflusst Menschen und diesem Einfluss kann sich keiner entziehen. Auch ich nicht, trotz aller Reflexion. Und da ist es egal, ob Frauen gezwungen werden sich dem Mann unterzuordnen und sich für ihn hübsch zu machen oder ob sie es „freiwillig“ tun, weil man ihnen mit seiner genetischen Überlegenheit lange genug in den Ohren gelegen hat. Emanzipation heißt nicht, dass Frauen sich wohl fühlen mit den ihnen zugedachten und seit Jahrhunderten reproduzierten Rollenmodellen.

Ach ja, ich habe auch die Nase voll davon, Rappern, die sich selbst den Anstrich „politisch“, „reflektiert“, “fortschrittlich“ und so weiter geben, immer wieder erklären zu müssen, dass das Wort „Bitch“ für mich nach wie vor ein frauenfeindliches Schimpfwort bleibt. Egal, wie sie es umdeuten. Und das Freche daran ist, dass ich mich als Frau immer wieder damit auseinandersetzen muss. Ich habe da keine Lust zu. Auf die Idee, das Wort „Nigger“ oder „Homo“ umzudeuten kommen die ja auch nicht und erst recht würden sie sich nicht vor einen Schwarzen stellen oder vor einen Homosexuellen und den auffordern, sich doch bitte nicht so aufzuregen, das Wort habe eben seine Bedeutung geändert. Das passiert leider nur im Umgang mit Frauen. Denn sich über Sexismus aufzuregen ist voll uncool und gar nicht funky.

Im normalen Musikgeschäft kann man sich momentan wirklich wenig ansehen, was die Frauen da so bringen. Amy Winehouse ist cool, auch Pinks Video finde ich ganz gut. Mir ist sie sympathisch, da sie ein anderes Image verbreitet, als die meisten weiblichen Popstars, gerade die amerikanischen. Ich finde zum Beispiel Annett Louisian viel schlimmer, weil sie sich so ein Lolita-Image gibt.

Einige Videos anderer Sängerinnen, die Pink aufs Korn nimmt, habe ich auch noch in schrecklicher Erinnerung, zum Beispiel Olivia dancing next to 50 Cent in >Candy Shop< oder das Video von Jessica Simpson, die zu >These Boots Are Made For Walking< in irgendeinem Trucker-Schuppen Autos wäscht. Pinks Video zu sehen war für mich ein bisschen Genugtuung, denn ich würde diesen Damen auch gerne mal gepflegt ins Gesicht springen, dafür dass sie uns mit solchen Vorstellungen traktieren. Die ganze Frauenbewegung umsonst, wenn sich Frauen selbst wie Pornodarstellerinnen auf Autos räkeln und das in ihren eigenen Videos, nur um diese einmal mehr zu verkaufen. Und das hat nichts mit Cleverness, Emanzipation und „Ausnutzen der Dummheit der Männer“ zu tun, sondern mit einem tiefen Schnitt ins eigene Fleisch. Wenn ich mir eine Bratpfanne auf den Kopf haue, kann ich das Kochen nennen so oft ich will, es ist und bleibt schlicht Blödheit.

Insofern wird Pink zwar nichts ändern und sie selbst ist und bleibt auch nur wieder eine Rolle, ein Verkaufsimage mit dem sich die etwas weniger angepassten Frauen identifizieren sollen, aber es ist eine erfrischende Abwechslung im restlichen Mainstream. Und wenn sie es nur schafft, einen Gegenpol dazu zu bilden, dass es jetzt die Frauen selbst übernehmen sich als Pornodarstellerinnen in ihren eigenen Videoproduktionen zu vermarkten, dann reicht mir das für diesen Musiksektor erst mal aus.



et cetera
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